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KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Pressemitteilung vom 26. Juli 2016

Das Wohnstift: ein Gewinn für Ambach

Der KWA Vorstand informiert über Planung und Perspektiven

Unterhaching / Ambach, 26. Juli 2016. – Was KWA auf dem ehemaligen Kurklinik-Gelände plant? Ein Wohnstift, in dem sich alte Menschen wohlfühlen und das sich bestmöglich in die Landschaft einpasst. Die erste Planung, die eine Längserschließung vorsah und lediglich der Massenermittlung diente, wird auf einer Website immer noch als angeblich aktuelle Planung abgebildet. Tatsächlich wurde und wird sie nicht weiterverfolgt. Testweise wurde inzwischen eine Quererschließung des Hanges und eine kleinteiligere Bebauung geprüft. Diese alternative Vorplanung scheint deutlich gefälliger und auch ins Orts- und Landschaftsbild zu passen, ist jedoch noch kein endgültiger Planentwurf, wurde deshalb auch dem Gemeinderat nicht vorgelegt.

Ehe es an die konkrete Planung geht – auf der Basis eines Architektenwettbewerbs, den KWA als Grundstückseigentümer und Bauherr ausloben möchte – muss der Bebauungsplan stehen. Vorbereitungen zum Bebauungsplan sind im Gange. Dass bei der Bauleitplanung und somit beim Bebauungsplan unter anderem auch Belange des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege berücksichtigt werden, ist gesetzlich festgeschrieben. Bürgermeister Michael Grasl hat mehrfach betont, darauf zu achten, dass all diese Aspekte Berücksichtigung finden. Die Planungshoheit zur städtebaulichen Entwicklung im Rahmen der Bauleitplanung liegt bei der Kommune. Insofern ist sichergestellt, dass alle berechtigten Interessen – nicht jedoch individuelle Eigeninteressen Einzelner – vom kommunalen Gremium beachtet und vertreten werden. 

Der Gemeinderat von Münsing hat im Februar 2016 – noch vor dem Grundstückserwerb durch KWA – im Grundsatz das von KWA vorgelegte Nutzungskonzept zu einem Seniorenwohnstift per einstimmigen Beschluss befürwortet und dies KWA mitgeteilt. Der Flächennutzungsplan sieht prinzipiell eine Bebauung des Areals vor. KWA hat im Vorfeld der Planung in enger Abstimmung mit der Gemeinde zwei Gutachter beauftragt, die mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut sind und die anstehenden Fragen zur Ortsentwicklung und zum Naturschutz derzeit mit KWA abstimmen.

Das Wohnstift wird Umsätze und Arbeitsplätze schaffen

KWA Kuratorium Wohnen im Alter ist ein gemeinnütziges Sozialunternehmen mit 50-jähriger Tradition, jedoch kein Investor. Keine einzige Wohnung wird käuflich zu erwerben sein und kann somit auch nicht zum Spekulationsobjekt werden. Alle Wohnungen werden vermietet werden, in Verbindung mit Serviceleistungen: zum Standardangebot gehören unter anderem täglich ein warmes Menü, kulturelle Angebote im Wohnstift, eine wöchentliche Wohnungsreinigung und anderes mehr. Jeder Bewohner hat jedoch in seiner Wohnung auch eine kleine Küche – in der er nach Belieben auch mal etwas zubereiten und für sich bleiben kann.

Ja, KWA ist gemeinnützig und zahlt deshalb keine Gewerbesteuer. Dennoch werden die Kommune und die Region auch wirtschaftlich vom Bau und Betrieb eines Wohnstifts profitieren. Zunächst zum Bau: Bei allen Bauvorhaben der vergangenen Jahre kamen örtliche oder regionale Bauunternehmen und Handwerker zum Zug. KWA wird auch beim Wohnstift Ambach nicht europaweit ausschreiben. Und bei der Vergabe werden Bieter aus der Region bevorzugt, sofern die Preise stimmen und die bietenden Unternehmen eine fachgerechte, solide Ausführung erwarten lassen.

Auch beim laufenden Betrieb werden immer wieder handwerkliche Leistungen anfallen. So wie bei allen anderen Wohnstiften auch, wird KWA dabei nach Möglichkeit auf Handwerker des Ortes oder der Region zurückgreifen. All diese Unternehmen zahlen Steuern und sichern Arbeitsplätze. KWA nennt auch gerne denkbare Zahlen zum Geschäftsvolumen mit Firmen aus der Region – auf Basis realer Umsatzzahlen im KWA Stift Rupertihof in Rottach-Egern. Dort konnten im Jahr 2015 Einzelhändler (Bäcker, Gärtner, Metzger), Dienstleister, Stadtwerke und andere insgesamt mehr als 200.000 Euro Umsatz im Geschäft mit dem Wohnstift verbuchen. Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen im Rupertihof brachten Bauunternehmen und Handwerkern der Region im vergangen Jahr einen Umsatz von rund 2,3 Mio. Euro. Dies alles schafft Mehrwert und erhöht den Wohlstand im Umfeld des Wohnstifts. Und: Wohnstifte wie das in Ambach geplante Haus generieren durch private Ausgaben von Bewohnern, Angehörigen und Besuchern zusätzlichen Umsatz – durch Besuche in Gasthäusern, durch Taxifahrten und Ähnliches. Auch dieser Umsatz findet vor Ort statt. Auch davon werden die örtlichen Betriebe profitieren und somit auch die Kommune.

KWA wird Arbeitsplätze schaffen, in den Bereichen Hauswirtschaft, Gastronomie, Service, Pflege, Verwaltung und Haustechnik. Je nachdem wie viele Menschen im Ambacher Wohnstift leben werden – KWA geht von rund 100 Personen aus – werden etwa 50 Arbeitsstellen geschaffen – Teilzeitstellen und Vollzeitstellen. Die Erfahrungen von KWA zeigen, dass sich vor allem Personen aus dem Gemeindegebiet des jeweiligen Standorts bewerben. Das ist auch an anderen KWA Standorten so.

Einen Laden und Kulturangebote können auch Bürger nutzen

KWA bietet Senioren ein Zuhause. Die allermeisten Bewohner ziehen im Wohnstift ein, um hier schöne Jahre in netter Gemeinschaft und Sicherheit zu verbringen. Wer Unterstützung braucht, bekommt diese natürlich, je nach Bedarf – das wird individuell vereinbart. Sofern irgendwann Pflege benötigt wird, kommt der KWA Pflegedienst, der im Haus präsent ist, in die Wohnung. Keiner muss in ein Pflegeheim wechseln. KWA arbeitet seit Jahren nach diesem Konzept. In allen KWA Wohnstiften gibt es jedoch auch sehr aktive Bewohner, die sich für andere Menschen oder das Gemeinwohl engagieren. Sie lesen beispielsweise im Kindergarten vor oder halten Vorträge – und lassen so die Allgemeinheit an einem großen Erfahrungsschatz teilhaben.

Ein Wohnstift ist kein Heim im klassischen Sinn. Wohnstifte und seine Bewohner vernetzen sich und legen Wert auf gute Nachbarschaft. Ein reger Austausch ist üblich und wird von KWA gefördert – unter anderem durch die Infrastruktur des Wohnstifts: Es wird beispielsweise einen kleinen Laden geben, in dem auch Ambacher Bürger einkaufen können, wenn sie möchten. Ein Veranstaltungssaal wird Raum bieten für Vorträge, Lesungen, kleine Konzerte und anderes mehr. In allen KWA Wohnstiften ist dies ein Ort der Begegnung, zu welchem auch Gemeindebürger oder Interessierte der Region gerne kommen. In vielen Wohnstiften finden zudem regelmäßig Kunstausstellungen statt: So haben nicht nur Stiftsbewohner die Möglichkeit, direkt im Wohnstift Kunst und Kultur zu erleben, sondern auch Interessierte der Gemeinde und der Region. - Was KWA freut: Es gibt bereits jetzt erste Anfragen von Menschen, die im Ambacher KWA Wohnstift leben möchten – auch aus dem Landkreis Wolfratshausen.


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